Kochen & Grillen
Nicht nur ein Hobby . . .
Irgendwann 1985 habe ich das Kochen für mich entdeckt . . . Es hat so überhaupt nichts mit meinem Beruf und der damit verbundenen Arbeit zu tun.
Mit gutem Essen kann man Menschen ganz schnell glücklich und zufrieden machen.
Anfangs bestimmte die deutsche Küche meine Kochambitionen. Meine damalige Ehefrau konnte sich über Entlastung am Wochenende freuen.
Rezepte spielen dabei bis heute keine große Rolle. Ich ließ mich von Gerichten, die ich in der Gastronomie genoss, inspirieren, versuchte das Schmackhafte nachzukochen und abzuwandeln, probierte neues aus. Die Mangelwirtschaft in der DDR hat auch hier die Fantasie beflügelt . . .
2003 brachte mir ein spanischer Arbeitskollege die spanische Küche nahe. Pata Negra-Schinken (heute in Spanien Iberischer Schinken genannt) war damals noch ein Fremdwort für mich. Ist er doch der beste und schmackhafteste Schinken - meine Meinung. Schnell lernte ich die mediterrane Küche, ihre Vielfältigkeit, die Köstlichkeit und die bisher unbekannten exzellenten Produkte kennen und schätzen. Meine jetzige Partnerin und gemeinsame Urlaubsreisen nach Italien weckten in mir das Interesse an der italienischen Küche - auch mediterran.
Mit der Zeit lernt ich, dass weniger mehr ist und gute Produkte zu einem besonderen Geschmack führen. Heute genieße ich das Privileg, eine eigene Hobby-Küche im Keller nutzen zu dürfen. Das bringt auch den Vorteil mit sich, dass Kochgerüche im Wohnbereich vermieden werden. Ich kann mich ungestört zurückziehen und beim Kochen entspannen.
Dazu gehört auf jeden Fall ein Kochbier. Die Biersorten haben sich, bedingt durch einige Umzüge, stets verändert. In der Heimat waren es z.B. Fels-Bräu aus Weißenfels oder Zeitzer Bier (die es beide schon lange nicht mehr gibt). In Ostfriesland schmeckte mir Einbecker Bockbier, hergestellt in der Einbecker Brauhaus AG. Besonders gut und hier in Bayern gebraut ist der Doppelbock aus dem Brauhaus zu Miltenberg.
Neben traditionellem Kochen spielt das Grillen, besonders in den etwas wärmeren Jahreszeiten, eine große Rolle. Anfangs auf einem selbstgebauten Holzkohle-Grill mit Kaminzug, so ähnlich wie ein Thüros Kaminzuggrill, jedoch aus Stahl gebaut.
In 2018 bin ich dann auf einen BROIL CHEF Paramount Gasgrill, u.a. mit 400 °C Hochtemperaturbrenner, umgestiegen. Man ist damit einfach schneller grillbereit und flexibler. Zum Räuchern ist er auch gut zu gebrauchen. Unsere Terrasse hat damit eine kleine "Outdoor-Küche" bekommen. Es ist ganz komfortabel, zum Feierabend oder am Wochenende schnell eine Kleinigkeit zu grillen.
Zu gutem Kochen gehört auch eine optimale Vorbereitung. Gute Messer sind dabei unabdinglich. Ich schwöre seit vielen, vielen Jahren auf die japanische Messerschmiedekunst. Messer aus Damaszener Stahl sind für mich unverzichtbar.
Man kann auch anders, ganz elegant und hauchdünn schneiden. Seit vielen Jahren beeindrucken mich die Aufschnittmaschinen von Berkel. Bei unserem Italienurlaub im Jahr 2022 ist mir tatsächlich ein altes, handbetriebenes Modell vor die Linse gehuscht.
Meine Berkel ist etwas kleiner ausgefallen, geht elektrisch und hat keine 20.000 EUR gekostet. Ist aber mit einer Schärfeinrichtung ausgerüstet.
Sie war 2022 mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst. Seitdem werden Schinken und Salami am Stück gekauft.



